Feigenbaumszenario 3.0 – 13.07.2021, alte Talstation Hungerburgbahn

Der titelgebende Begriff für die Installation „Feigenbaumszenario“ geht auf den Physiker und Chaosforscher Mitchell Feigenbaum (1944-2019) zurück, der die Berechnung scheinbar nicht vorhersagbarer Entwicklungen untersuchte. Er entdeckte die sogenannte Feigenbaum-Konstante, eine Zahl, die sich in turbulenten Abläufen bis zu einem gewissen Punkt als eine universelle Größe wiederholt – und sie damit teilweise berechenbar macht, bevor das Chaos einsetzt.

Im „Feigenbaumszenario 2.0“ ist der Gummibaum von seiner ursprünglichen Umgebung losgelöst. Er breitet sich befreit im Stiegenhaus aus und kann in Ruhe den Innenraum einnehmen.Der Gummibaum aus der botanischen Gattung der Feigenbäume wächst in freier Natur als Würgepflanze, die andere Bäume umschlingt um vom Waldboden aus in hellere Zonen zu gelangen.

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Im „Feigenbaumszenario 1.0“ durchdringt und erfüllt der Gummibaum das Gebäude, tritt durch Öffnungen in der Fassade in den Außenraum über und konfrontiert die BetrachterInnen mit expansivem, entfesseltem Wachstum.

Bekannt als pflegeleichte und handliche Raum- und Zierpflanze haftet dem immergrünen Gummibaum, der zur botanischen Gattung der Feigenbäume gehört, ein zahmer Ruf an. In freier Natur hingegen wächst er als Würgepflanze, die andere Bäume umschlingt um vom Waldboden aus in hellere Zonen zu gelangen und erreicht eine Höhe von bis zu vierzig und einen Stammdurchmesser von bis zu zwei Metern.

So zeigt dies auch die Installation an der Fassade des openspace.innsbruck, an der mehrere Gummibäume emporwuchern, die sich wie es scheint aus dem Inneren des Gebäudes befreien und durch Ritzen und Spalten hervorquellen.

Der titelgebende Begriff der Installation geht auf den Physiker Mitchell J. Feigenbaum (1944-2019) zurück, der die Berechnung scheinbar nicht vorhersagbarer Entwicklungen untersuchte. Er entdeckte eine Konstante, die sich in turbulenten Abläufen bis zu einem gewissen Punkt wiederholt – und sie damit teilweise berechenbar macht, bevor das Chaos einsetzt.

Das zügellose Wachstum des Gummibaumes steht damit für die Verselbständigung von Dynamiken nach einem point of no return – beispielsweise das stetige Auseinanderdriften des Universums, die globale Erwärmung oder fortschreitende Krankheiten.
Text: Nina Stainer

Montage Feigenbaumszenario 1.0 / 4.11.2019 – 25.3.2020, FASSADE openspace.innsbruck, Mentlgasse 12b

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